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Amazon und Co. fliegen weiter - EU-Kommission regelt bis 2019 UAV-Betrieb

Drohnen Blog Berlin - 16.06.17:

Die EU-Kommission will den Drohnenflug bis 2019 im sogenannten „U-Space“ (bis 150 Meter) regeln.
Dazu präsentierte die von der Europäischen Union und Eurocontrol gegründete SESAR (Single European Sky ATM Research) am 16. Juni ein Konzept, das die Sicherheit und Umweltfreundlichkeit im bodennahen Luftraum gewährleisten soll.

EU-Kommissarin Violeta Bulc: „Drohnen bedeuten Innovation, neue Dienste für Bürgerinnen und Bürger, neue Geschäftsmodelle und ein enormes Potenzial für Wirtschaftswachstum. Wir müssen als EU das Steuer in der Hand haben und dafür sorgen, dass ein sicherer Markt für Drohnendienste bis 2019 startklar ist. Die EU muss wegweisend sein und für diesen Markt geeignete Rahmenbedingungen schaffen, damit zentrale Wirtschaftssektoren von ihm profitieren können und er so expandieren kann.“

Das vorgestellte Konzeptpapier enthält folgende Vorgaben zur Nutzung des „U-Spaces“:

  1. Sicherheit: Aufbau eines dem derzeitigen Flugverkehrsmanagement vergleichbaren Systems inklusive: Registrierung der Flugsysteme, elektronische Identifizierbarkeit und Geo-Fencing.
  2. Automatisierung: Das neue Flugmanagement System soll UAV mit Daten zur Hinderniserkennung versorgen.

Die EU-Kommission sieht u. a. für eine Reihe von Anwendungsgebieten großes Wachstumspotential. (Lieferdienste wie Amazon, DHL oder Drohnentaxis wie den Volocopter) Laut einer aktuellen Studie (MarketsandMarkets, (2015), "Analysis & Forecast to 2020") wird der Drohnenmarkt weltweit bis 2020 um 42 % in der Landwirtschaft, 26 % in der Medienbranche, 36 % in der Infrastrukturüberwachung und um 30 % im Freizeitbereich anwachsen.

Hinweise zur veröffentlichten EU-Pressemitteilung:

Die Pressemitteilung macht nicht deutlich, auf welches Abfluggewicht sich die geplanten Regelungen und das vorgestellte Flugverkehrsmanagementsystem beziehen. In der PM wird nur der Bezug zur derzeitigen Gesetzeslage hergestellt: „Das geltende EU-Recht deckt Drohnen mit einem Gewicht ab 150 kg ab, für leichtere Drohnen sind die Mitgliedstaaten zuständig.“
Anzunehmen ist, dass dies eine weitere Reaktionen auf die anstehende Einführung neuer Technologien ist. Bislang ist der gesetzliche Rahmen für Firmen wie Volocopter oder DHL eng abgesteckt und autonome Punkt-zu-Punkt Flüge sind nur im Testfall und mit Sondergenhemigungen möglich.
Durch die heute veröffentlichte Pressemitteilung der EU-Kommission ist davon auszugehen, dass eine Gesetzesgrundlage geschaffen wird, um autonome und automatisierte Flüge zu ermöglichen.

Die deutsche Fassung der Pressemitteilung (Stand 16. Juni) enthält grammatikalische und orthografische Fehler. Insbesondere in den „aufgeführten Anforderungen an die Nutzung des „U-Space“.

Quellen und weiterführende Informationen:
Europäische Kommission - Pressemitteilung (Deutsche Fassung)
Europäische Kommission - Pressemitteilung (Englische Fassung)

Neuregelung für Drohnenflüge tritt ab sofort in Kraft

Drohnen Blog Berlin - 07.04.17:

Pressemitteilung des BMVI:

Die von Bundesminister Alexander Dobrindt initiierte Neuregelung für Drohnenflüge ist in Kraft.

Dobrindt:
"Drohnen bieten ein großes Potenzial - privat wie gewerblich. Immer mehr Menschen nutzen sie. Je mehr Drohnen aufsteigen, desto größer wird die Gefahr von Kollisionen, Abstürzen oder Unfällen. Für die Nutzung von Drohnen haben wir klare Regeln aufgestellt. Damit eröffnen wir der Zukunftstechnologie Drohne Chancen, und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit im Luftraum. Neben der Sicherheit verbessern wir auch den Schutz der Privatsphäre."

Ab sofort gilt:

  • Chancen für die Zukunftstechnologie: Künftig ist für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb von 5 kg grundsätzlich keine Erlaubnis mehr erforderlich. Zudem wird das bestehende generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben. Landesluftfahrtbehörden können diese Art des Betriebs künftig für Geräte ab 5 kg erlauben.
  • Betriebsverbot, z.B.
    • über Wohngrundstücken ab 0,25 kg oder wenn das Gerät optische, akustische oder Funksignale übertragen oder aufzeichnen kann
    • in Flughöhen über 100 Metern (Verbot gilt nicht auf Modellfluggeländen oder wenn der Steuerer über einen Kenntnisnachweis verfügt - sofern es sich nicht um einen Multicopter handelt)
    • in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen
    • in An- und Abflugbereichen von Flughäfen. Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von den Verboten zulassen
  • Erlaubnispflicht ab 5 kg und Betrieb bei Nacht. Die Erlaubnis wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.

Ab 1. Oktober 2017 gilt:

  • Kennzeichnungspflicht ab 0,25 kg, z.B. durch Plaketten oder Aluminiumaufkleber aus Fach-, Schreibwarenhandel oder Internet. Sie muss Name und Anschrift enthalten. Sie muss dauerhaft, feuerfest und fest mit dem Gerät verbunden sein.
  • Kenntnisnachweis ab 2 kg, durch
    1. gültige Pilotenlizenz oder
    2. Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre, oder
    3. Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre.
    Die unter 2. und 3. genannten Bescheinigungen gelten für 5 Jahre.

Quellen und weiterführende Informationen:
Pressemitteilung des BMVI
Detaillierte Informationen zur neuen Verordnung
Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten - Bundesgesetzblatt
Die neue Drohnenverordnung FAQ
Flyer zur neuen Drohnenverordnung FAQ

Neue Drohnen Verordnung voraussichtlich im April

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 20.03.17:

Das BMVI stellt auf seiner Homepage einen Katalog zu häufig gestellten Fragen rund um die neue Drohnenverordnung zur Verfügung. Der Katalog beantwortet Fragen zum privaten Flug mit Drohnen.

Die Verordnung tritt voraussichtlich im April in Kraft.

Quellen:
Download - BMVI FAQ Katalog

Das Auge am Himmel – Drohnenapp der Deutschen Flugsicherung

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 8.03.17:

Pressemitteilung der DFS vom 8. März 2017

DFS und Unifly kooperieren bei der Entwicklung einer Drohnen-APP

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen und Unifly, NV, Antwerpen, haben während des World ATM Congress 2017 in Madrid eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um noch in diesem Jahr gemeinsam eine DFS-Drohnen-App für den deutschen Markt zu entwickeln und anzubieten. Damit können Drohnenpiloten feststellen, wo sie unbemannte Fluggeräte nutzen können, ohne ein Sicherheitsrisiko für die Luftfahrt zu werden.

Im Rahmen der Kooperation von DFS und Unifly wird mit der Drohnen-App für den Steuerer unbemannter Fluggeräte zur Erhöhung der Sicherheit im unkontrollierten Luftraum ein Einstieg in eine wirksame technische Lösung mit einem weiten Anwendungsspektrum realisiert. Wichtiger Technologiebaustein der DFS-Drohnen-App ist eine von Unifly zur Verfügung gestellte Cloud-basierte Software-Plattform. Damit kann die App mittels einer interaktiven Landkarte den Drohnen-Nutzern einfach und jederzeit zuverlässig Auskunft geben, in welchen Gebieten Drohnen sicher und legal aufsteigen können und wo Einschränkungen und Verbote existieren. Die Drohnen-App soll im zweiten Quartal 2017 in Deutschland auf den Markt kommen. Für Drohnen-Piloten, die sich über die App bei der DFS registrieren lassen, steht die Basis-Version unentgeltlich zur Verfügung.

„Viele Drohnen-Nutzer wissen nicht, wo sie fliegen dürfen und wo nicht. Unsere Drohnen-App bietet eine Lösung für diese Sicherheitslücke, indem sie das Flugsicherungs-Know-how der DFS mit der technischen Expertise von Unifly verbindet, einem der weltweit führenden Anbieter im Bereich des Betriebs-und Verkehrsmanagements von Drohnen. Mit Hilfe dieser Drohnen-App wird der Einsatz von Drohnen künftig sicherer“, erklärt Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit der DFS ein Produkt entwickeln zu können, dass für die Herausforderung der sicheren Integration von Drohnen in den Luftverkehr eine praktikable und effektive Lösung bietet. Die Erfahrungen beider Partner ergänzen sich bei dieser gemeinschaftlichen Entwicklung ideal“, sagt Unifly-CEO Marc Kegelaers:

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rund 5.550 Mitarbeitern (Stand 31.12.2016). Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die rund 2.000 Fluglotsen lenken täglich bis zu 10.000 Flüge im deutschen Luftraum, im Jahr rund drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München sowie Kontrolltürme an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Flugsicherungsdienste und Beratungsleistungen werden von der Tochtergesellschaft DFS Aviation Services GmbH (DAS) angeboten.
Unifly mit Sitz in Antwerp, Belgien, ist ein seit August 2015 tätiges Tochterunternehmen von VITO (Flemish Institute for technological research) und entwickelt Software für die Luftverkehrsbranche. Unifly ist weltweit führend im Thema Verkehrsmanagement für unbemannte Luftfahrtsysteme. Im Fokus der Tätigkeiten steht stets die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Innovative Tools informieren Drohnenpiloten, wo sie sicher und legal fliegen dürfen und ermöglichen Genehmigungsbehörden und anderen Organisationen Luftraummanagement anhand ermittelter Flugspuren.

Eight Wings wird weiter über das Thema berichten.

Quelle:
Pressemitteilung der Deutschen Flugsicherung (DFS)

Infos und neue Plattform für Drohnenpiloten

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 2.03.17:

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium eine neue Informationsplattform eingerichtet, auf der relevante Informationen für Drohnenpiloten zusammengestellt sind.
Auf www.sicherer-drohnenflug.de erhält der Pilot einfach erklärte und strukturierte Informationen darüber, was bei der Drohnennutzung zu beachten ist. Die Plattform liefert neben einem sog. Entscheidungsbaum auch eine Übersicht der nationalen und internationalen Luftfahrtbehörden.

Quellen:
Pressemitteilung der Deutschen Flugsicherung (DFS)
Homepage Sicherer Drohnenflug

Bundesverkehrsminister Dobrindt legt dem Kabinett Verordnung für Drohnenregelung vor – Deutsche Flugsicherung (DFS) begrüßt Beschluss

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 18.01.17:

Ende 2015 gab das Verkehrsministerium erstmalig eine Zielvorgabe in Bezug auf die künftige Regelung des Flugbetriebs von unbemannten Fluggeräten heraus. Heute hat Bundesminister Dobrindt dem Kabinett „eine Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten" vorgelegt. Diese Verordnung soll den künftigen Betrieb von zivilen Drohnen regeln. Dabei trennt die Verordnung wesentlich die private und gewerbliche Nutzung. Beispielsweise bleibt der ausschließliche Sichtflug für private Anwender bestehen, während gewerbliche Anwender auch außerhalb des Sichtfeldes fliegen dürfen. (genehmigungspflichtig)
Nach der Prüfung durch das Kabinett, erfolgt eine Weitergabe der neuen Regelung an den Bundesrat.

Bundesverkehrsminister Dobrindt:

"Drohnen bieten ein großes Potenzial – privat wie gewerblich. Immer mehr Menschen nutzen sie. Je mehr Drohnen aufsteigen, desto größer werden aber auch die Gefahren von Kollisionen, Abstürzen oder Unfällen. Für die Nutzung von Drohnen sind deshalb klare Regeln nötig. Um der Zukunftstechnologie Drohne Chancen zu eröffnen und gleichzeitig die Sicherheit im Luftraum deutlich zu erhöhen, habe ich eine Drohnenverordnung auf den Weg gebracht. Neben der Sicherheit verbessern wir damit auch den Schutz der Privatsphäre."

DFS begrüßt Beschluss der Bundesregierung zur Drohnen-Nutzung als ersten Schritt

Die deutsche Flugsicherung begrüßt in einer heute veröffentlichten Pressemeldung den Beschluss der Bundesregierung. In dieser plädiert der DFS Chef, Prof. Klaus-Dieter Scheurle, außerdem für eine Registrierungspflicht in Deutschland und Europa. Auf Grund der hohen Zahl an zivilen Drohnen bietet die neue Verordnung mehr Sicherheit im deutschen Luftraum.

„Deshalb müssen wir rasch in einem zweiten Schritt in Deutschland und Europa zu Regelungen kommen, die die Ortung von Drohnen ermöglichen und eine Registrierungspflicht ab einem noch zu definierenden Gewicht bestimmen. Eine sichere und faire Integration der neuen Luftverkehrsteilnehmer in den deutschen Luftraum ist nur dann möglich, wenn alle beteiligten Institutionen mit der Dynamik dieses schnell wachsenden Wirtschaftsbereichs mithalten. Nur dann lässt sich das große Potenzial der zivilen Nutzung von Drohnen ausschöpfen“, sagt Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS.

Die wesentlichen Regelungen der Verordnung sind im Folgenden aufgeführt:

  • Kennzeichnungspflicht ab 0,25 kg, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können.
  • Kenntnisnachweis ab 2 kg (außer auf Modellflugplätzen) durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Prüfung oder Bescheinigung über eine Einweisung eines Luftsportvereins.
  • Erlaubnispflicht ab 5 kg. Die Erlaubnis wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.
  • Betriebsverbot, z. B. außerhalb der Sichtweite oder in Flughöhen über 100 Metern (gilt nicht auf Modellfluggeländen), über Wohngrundstücken ab 0,25 kg oder wenn das Fluggerät optische, akustische oder Funksignale übertragen oder aufzuzeichnen kann.
  • Für gewerbliche Nutzer wird das aktuell bestehende generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben. Künftig ist der Betrieb außerhalb der Sichtweite genehmigungsfähig. Damit wird der Betrieb gewerblicher Drohnen erleichtert und es werden neue Geschäftsmodelle ermöglicht.

Weitere Informationen finden Sie unter:
BMVI "Klare Regeln für Betrieb von Drohnen"
Pressemitteilung Deutsche Flugsicherung

Chef der Deutschen Flugsicherung im Interview

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 22.12.16:

„Wenn man sie vernünftig nutzt, sind Drohnen nicht gefährlich.“, sagte Klaus-Dieter Scheurle, Geschäftsführer der Deutschen Flugsicherung (DFS), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Lesen Sie auf www.otz.de das Interview.

Forschungsprojekt – sichere Integration von Drohnen in den zivilen Luftverkehr

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 17.11.16:

DFS Deutsche Flugsicherung, Deutsche Telekom, Deutsche Post DHL Group und die RWTH Aachen starten ein gemeinsames Drohnenforschungsprojekt. Ziel ist die sichere Integration von unbemannten Fluggeräten in den Luftverkehr.
Zielsetzungen des Forschungsprojektes

  • Erforscht werden soll die Ortung und Überwachung von Drohnen mit Hilfe des Mobilfunknetzes
  • Entwicklung eines Prototypen UAS Air Traffic Management System (UTM) zur Erhöhung der Sicherheit bei Flügen im unkontrollierten Luftraum und über größere Distanzen
  • Sichere und schnelle Paketzustellung mittels Drohnen
  • In Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen wurde mit der Paketzustellung durch Drohnen bereits ein konkretes Projekt auf den Weg gebracht.

Wie die Kooperationspartner mitteilen, sollen weitere Anwendungsmöglichkeiten von UAS für die Feuerwehr und die Landwirtschaft untersucht werden. Wie in der Vergangenheit soll die RWTH Aachen (Lehrstuhl und Institut für Flugsystemdynamik) die künftigen Forschungsaktivitäten unterstützen.

Quellen:
Pressemitteilung der Deutschen Flugsicherung (DFS)
RWTH Aachen (Lehrstuhl und Institut für Flugsystemdynamik)

Deutsche Flugsicherung fordert „Drohnenführerschein für alle“

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 16.11.16:

Wie Spiegel online heute Morgen berichtete, fordert die Deutsche Flugsicherung (DFS) auf der Technologie-Konferenz „The Drone Challenge“ der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH in Langen einen Drohnenführerschein für alle.
Die Zahl der gefährlichen Vorfälle hat sich laut DFS gegenüber 2015 verfünffacht. Zwischen Januar und Oktober registrierte die DFS 61 Vorfälle. Geschäftsführer der DFS, Klaus-Dieter Scheuerle, sagte: „Wir brauchen technologisch fortschrittliche Lösungen und angemessene Regeln, damit dieser Fortschritt nicht auf Kosten der Sicherheit geht.“
Nach Forderungen der DFS soll der Führerschein zeitlich begrenzt sein und auch für Piloten gelten, die Drohnen mit einem Gewicht ab 250 Gramm fliegen. Damit fallen automatische alle leistungsfähigeren Drohnen in die Führerscheinpflicht, die in der Lage sind große Höhen zu erreichen bzw. längere Flugzeiten zu realisieren.
Dem DFS geht deshalb die erst kürzlich überarbeitete „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ (siehe Eintrag vom 7.10.) nicht weit genug. Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm müssen nur gekennzeichnet werden, damit der Halter im Schadensfall ermittelt werden kann. Erst ab einem Abfluggewicht von über 5 Kilogramm sind strengere Auflagen zu erwarten. „Wir als DFS müssen wissen, wer am Himmel unterwegs ist“, sagte Scheurle. „Wenn wir unbemannte Luftfahrtsysteme sicher in den Luftverkehr integrieren wollen, ist eine Registrierung unabdingbar."

Technologie-Konferenz „The Drone Challenge“ in Langen:
Rund 400 Fachleute haben am Dienstag, 15. November 2016, an der Technologie-Konferenz der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH in Langen teilgenommen. Thema war der Umgang mit Unbemannten Luftfahrtsystemen, sogenannten Drohnen.


  • Infografik: "Wenn Drohnen den Luftverkehr behindern" - Quelle: Deutsche Flugsicherung

Quellen:
Artikel Spiegel online
Artikel zur Konferenz in Langen - Metropol News
Homepage Deutsche Flugsicherung

UAV Flugverbot in Schweden

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 25.10.16:

Nach wie vor ist der Gesetzgebungsprozess von privaten und gewerblichen Drohnenflügen in Deutschland nicht abgeschlossen.
Nun reagiert Schweden scharf auf den neuen Trend. Ab sofort sind private Flüge mit Drohnen in Schweden verboten. Nach einer Entscheidung des Obersten Verwaltungsgerichtes, brauchen Drohnen eine Genehmigung. Als Begründung wird angeführt, dass Drohnen mit Kamera zur Überwachung eingesetzt werden können und somit genehmigungspflichtig sind. Da Drohnen meist mit Kamera ausgestattet sind, ist deren Einsatz in Schweden faktisch verboten. Eine Ausnahme stellt der Einsatz einer Drohne zur Vermeidung von Unfällen oder zur Verhinderung von Straftaten dar. Nur dann gibt es eine Erlaubnis.

Quellen:
Artikel Computerbild
Link zur Meldung des Obersten Verwaltungsgerichtes in Schweden vom 21.10.2016

Drohnen Neuregelung UPDATE

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 7.10.16:

Wie bereits vor einigen Tagen berichtet, bringt Bundesminister Dobrindt eine Neuregelung für den Gebrauch und Einsatz von zivilen Drohnen auf den Weg. Die Ressortabstimmung ist abgeschlossen und der Entwurf geht lauf BMVI nun in die Länder- und Verbändeanhörung.

Dobrindt erklärt hierzu: „Drohnen bieten ein großes Potenzial – privat wie gewerblich. Immer mehr Menschen nutzen sie. Je mehr Drohnen aufsteigen, desto größer wird die Gefahr von Kollisionen, Abstürzen oder Unfällen. Für die Nutzung von Drohnen sind deshalb klare Regeln nötig. Um die "Zukunftstechnologie Drohne" zu fördern und gleichzeitig die Sicherheit im Luftraum deutlich zu erhöhen, habe ich eine Neuregelung auf den Weg gebracht. Neben der Sicherheit verbessern wir damit auch den Schutz der Privatsphäre.“ (Quelle: BMVI)

Zudem gibt das BMVI Auskunft über die wesentlichen Regelungen:

  • Kennzeichnungspflicht: Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können. Die Kennzeichnung erfolgt mittels Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers.
  • Erlaubnisfreiheit: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist generell keine Erlaubnis erforderlich. Gleiches gilt für den Betrieb durch Behörden oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z.B. Feuerwehren, THW, DRK etc.
  • Erlaubnispflicht: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen Geräte über 5 kg ist künftig eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.
  • Kenntnisnachweis: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 5 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch a) gültige Pilotenlizenz, b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre c) Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre. Die Bescheinigungen gelten für 10 Jahre.
  • Einsatz von Videobrillen: Flüge mithilfe einer Videobrille gelten als Betrieb innerhalb der Sichtweite des Steuerers, wenn sie bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 0,25 kg ist oder eine andere Person es ständig in Sichtweite beobachtet und in der Lage ist, den Steuerer auf Gefahren aufmerksam zu machen.
  • Betriebsverbot: Ein Betriebsverbot gilt künftig für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme

    - außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg;

    - in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten;

    - über bestimmten Verkehrswegen;

    - im kontrollierten Luftraum (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen);

    - in Flughöhen über 100 Metern über Grund. Ausnahmen: Der Steuerer hat einen Kenntnisnachweis.

    - über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Ausnahme: der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu,

    - über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Ausnahme: der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu,

    - über 25 kg (gilt nur für "Unbemannte Luftfahrtsysteme").

    Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von den Verboten zulassen, wenn der Betrieb keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere eine Verletzung der Vorschriften über den Datenschutz und über den Naturschutz darstellt und der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt ist. Insbesondere bei einem geplanten Betrieb außerhalb der Sichtweite lässt sich die Genehmigungsbehörde eine objektive Sicherheitsbewertung vorlegen.

Welche Regelungen sich auf den privaten oder gewerblichen Einsatz beziehen oder ob es künftig keine Unterscheidung geben wird, ist offenbar noch nicht geklärt.

Quelle: Homepage BMVI

Strengere Regeln für Drohnenpiloten sollen kommen

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 2.10.16:

Und wann? Ähnliche Ankündigungen gingen in diesem Jahr oft durch die Presse. Wie das Handelsblatt am 1.10.2016 berichtet, sollen strengere Vorschriften für Drohnenpiloten kommen. Dazu berieten sich im September Experten.
Laut Handelsblatt sieht der Entwurf „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ von Verkehrsminister Alexander Dobrindt Flugverbote für sensible Bereiche, Kennzeichnungspflichten und zusätzliche Anforderungen für die Nutzer vor. Durch diese Vorgaben soll illegale Eingriffe in den Luftraum und Privatsphäre verhindert werden.
Neu sind die Inhalte nicht. Bereits im November 2015 gab das Verkehrsminister in einer Pressemitteilung diese Änderungen bekannt. (siehe Beitrag vom 9.11.15) Bisher ist unklar, wann mit konkreten und belastbaren Informationen zu rechnen ist.

Quelle: Handelsblatt

Wann kommt der Drohnenführerschein?

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 13.09.16:

Wie die Deutsche Presseagentur dpa berichtet, beraten ab heute Wissenschaftler, Politiker und Piloten beim dreitätigen Kongress der Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig über die Gefahr von Drohnen.
Nach Schätzungen der Deutschen Flugsicherung (DFS) gibt es in Deutschland mittlerweile 400.000 Drohnen. „Die unkontrollierte Nutzung der Drohnen ist eine Gefahr.“, sagt Dieter Moormann, Leiter des Instituts für Flugsystemdynamik an der RWTH in Aachen. „Die Piloten verlieren die Kontrolle, die Systeme hauen ab und irgendwann kommen sie dann runter, das ist eine Gefahrenstelle. (…) Wir brauchen deshalb nicht mehr davon, sondern wir müssen dafür sorgen, dass die Regeln beim Nutzer ankommen.”
Aus diesem Grund fordert die DFS einen Drohnenführerschein und die Registrierung der Drohnen. „Weiß ich als Drohnenpilot, dass ich einem Hubschrauber ausweichen muss? Weiß ich, ob ich über Menschenansammlungen fliegen darf?”, fragt Kristina Kelek von der DFS. „Das alles würde man lernen, wenn man den Drohnen-Führerschein macht.”
Dem deutschen Modellfliegerverband geht diese Forderung zu weit. „Das Gesetz verbietet eh schon vieles, man müsste die Verstöße aber auch mal bestrafen”, sagt Geschäftsführer Frank Weigand. Er schlägt eine Kennzeichnungspflicht wie am Auto vor, damit eine genaue Zuordnung möglich und Strafen verhängt werden können.

Quelle: Handelsblatt, dpa (Update: Inhalte nicht mehr abrufbar)

Aufstiegsgenehmigung bis 10 Kilogramm

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 27.07.16:

Für die gewerbliche Nutzung von UAV hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine neue Regelung erlassen. Künftig dürfen UAV für den gewerblichen Einsatz mit einem Gesamtgewicht von bis zu 10 Kilogramm betrieben werden, ohne das eine Einzelerlaubnis notwendig ist. Zudem kann künftig eine Einzelerlaubnis für Flüge über Menschenansammlungen beantragt werden.
Diese Regelungen betreffen allerdings ausschließlich die gewerbliche Nutzung von UAV.

Quelle: Bundesverband Copter Piloten

Deutsche Flugsicherung fordert Chipkarten für Drohnen

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 23.06.16:

Der Chef der Deutschen Flugsicherung (DFS) Klaus-Dieter Scheurle fordert neben der Registrierung auch die Einführung einer Chipkarte für Drohnen. "Zum einen lässt sich bei einem Unfall oder Missbrauch schnell nachvollziehen, wer die Drohne gesteuert hat. Damit wird das Verantwortungsbewusstsein der Piloten gestärkt. Zum anderen ermöglichen diese Chipkarten Mehrwertdienste der Flugsicherung, zum Beispiel die Versorgung mit Karteninformationen und anderen wichtigen Daten", erläuterte Scheurle.
Damit geht der Vorsitzende der DFS-Geschäftsführung einen Schritt weiter und erntet für diesen Vorstoß prompt Kritik. Der Präsident des Deutschen Modellflieger Verbands (DMVF), Hans Schwägerl, vermutet „aktive Wirtschaftspolitik“. Laut Schwägerl betont die Deutsche Flugsicherung damit zu stark den wirtschaflichen Fokus. Schwägerl sieht in dem Vorstoß eine klare Ausrichtung der DFS, um Piloten bei Einführung des Drohnenführerscheins auszubilden und prüfen zu können.

Quelle:
heise online

US-Regierung regelt zivile Drohnennutzung

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 22.06.16:

Im Zuge der rasanten Entwicklung mit ferngesteuerten Drohnen im amerikanischen Luftraum, hat die US-Regierung am Dienstag Regeln zur Nutzung privater Drohnenflüge festgelegt. Das Verkehrsministerium legte fest, das Piloten mit ihren Drohnen nur in Sichtweite und nicht über Menschenansammlungen fliegen dürfen. Außerdem dürfen die maximal 25 Kilogramm schweren Drohnen nur bis 120 Metern aufsteigen und dabei die Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometer nicht überschreiten. Zudem wurde dem Regelwerk ein Mindestalter von 16 Jahren für den Betrieb der Drohnen zu Grunde gelegt. Wenn dieser Punkt erfüllt ist, muss ein Zertifikat vorgelegt werden, dass den Piloten zum Fliegen der Drohne berechtigt.

Für den gewerblichen Einsatz gelten diese Regeln allerdings nicht. In erster Linie soll die Regelung mehr Sicherheit garantieren und zugleich die Innovation Drohne nicht ausbremsen.

Quelle:
Deutschlandfunk
Solothurnerzeitung

Standpunkte erneut – Treffen zwischen DMFV und BMVI

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 30.05.16:

Am 27. Mai trafen sich Vertreter des Deutschen Modellflieger Verbands (DMFV) und eine Delegation des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Deutschen Segelflugmuseum zu einem Gespräch über die geplante Novellierung der Luftverkehrsordnung.
Streitpunkt ist die Flugobergrenze von 100 Metern. „Solange diese nicht vom Tisch ist, werden wir unser Engagement für eine für alle Seiten akzeptable Lösung unvermindert fortsetzen“, betonte DMFV-Präsident Hans Schwägerl. „Wir wissen eine breite Öffentlichkeit hinter uns”, so Schwägerl weiter.
An diesem Treffen nahmen der Deutsche Aero Club (DAeC), die Fédération Aéronautique Internationale (FAI), die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) und die Vereinigung Cockpit e.V. teil.
Konkrete Ergebnisse gab es nach diesem Gespräch nicht, da sich der Entwurf zur Novellierung noch in der Abstimmungsphase befindet.
Die Modellflugvereine und Verbände sehen in der Novellierung der Luftverkehrsordnung eine drastische Einschränkung des Modellflugverkehrs und fürchten um den Erhalt des Modellflugs.
In welcher Form sich die Einflussnahme auf die Regulierung des privaten und gewerblichen Drohnenflugs auswirken wird, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Quelle:
Homepage DMVF

Klare Regelung zum Drohnenflugverkehr in Sicht

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 18.05.16:

Wie bereits im Dezember 2015 vom Bundesverkehrsministerium angekündigt, soll eine genauere Regulierung des zivilen Drohnenverkehrs über Deutschland künftig bindend sein. Dobrindt kündigte damals eine Verschärfung im privaten und einen Ausbau der Einsatzmöglichkeiten im gewerblichen Bereich der Drohnennutzung an.
Gegenwärtig wehren sich Verbände und Vereine für Modellflieger gegen eine geplante Novellierung, da sie tiefgreifende Nachteile erwarten. Nach heise.de haben sich bereits Vertreter des Deutschen Modellflieger Verbands (DMFV) mit dem Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums getroffen. Ebenso seien bereits Gespräche mit dem Präsidenten des Deutschen Aero Clubs (DAeC), Wolfgang Müther, geführt worden. Da noch kein Entwurf vorliege, wolle man „nicht auf Konfrontationskurs gehen, sondern sicherstellen, dass wir gemeinsam etwas schaffen, das allen nutzt.", so Müther.
Vorrangig befindet sich die Höhenbeschränkung auf 100 Metern in der Kritik der Vereine und Verbände. Sie sei kein Sicherheitsgewinn. Ende Mai soll laut Ministerium ein Spitzentreffen mit den Modellfliegern stattfinden. Ein Ministeriumssprecher bestätigte, dass eine „klare Regelung für den Betrieb von Drohnen“ ansteht.

Bereits Ende März erhielt die Redaktion von Eight Wings auf eine Anfrage, wann ein konkretes Ergebnis zu erwarten ist, wie Auflagen künftig kontrolliert werden sollen und ob es einen TÜV für Drohnen geben wird, die Antwort: „Hierzu folgende Sachinformationen (kein Zitat): An den rechtlichen Rahmenbedingungen wird derzeit gearbeitet.“ Daran hat sich wohl auch nach zwei Monaten nichts geändert.

Quelle:
Heise online
Anfrage Eight Wings an das BMVI vom 29. März 2016

Eight Wings fliegt für die Forschung

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 10.03.16:

Hexakopter beim Aufsteig auf 100 Meter zur Messung der Windgeschwindigkeit und anderer Messwerte.

Am Flugtag war es bewölkt, teilweise regnerisch und sehr böig. Keine optimalen Voraussetzungen für den Beflug einer Windkraftanlage zur Ermittlung wichtiger Messdaten. Es blieb nicht viel Zeit. Der Hexakopter startete mehrmals bei Windgeschwindigkeiten von teilweise 17 Metern pro Sekunde.

Eight Wings flog an diesem Tag für die Forschung. Alexandra Makariti ermittelt im Rahmen ihrer Masterarbeit, unter der Leitung der TH Wildau und der Universität Muğla Sıtkı Koçman in der Türkei, wichtige Daten, um den optimalen Standort einer Windkraftanlage bestimmen zu können.
Bisherige Wetter- und Winddaten werden am Boden dokumentiert, nicht aber auf Nabenhöhe einer Windkraftanlage. Diese Anwendung eines Multikopters könnte künftig die Erstellung von Windprognosen für den Bau einer Windkraftanlage unterstützen. Die Ermittlung der Windverhältnisse ist für die optimale Standortwahl einer Windkraftanlage entscheidend. Bereits 10 Prozent weniger Windgeschwindigkeit bedeuten 30 Prozent weniger Ertrag.

Für die Messung und Simulation der Windverhältnisse und der Analyse der Daten werden verschiedene Verfahren angewandt. Lokale Bedingungen, die Geländestruktur (Orografie), die Berandung des Geländes, relevante Winddaten des potenziellen Standortes, die Bodenrauigkeit und die Daten aus Messstationen dienen als Grundlage zur Einschätzung der Wirtschaftlichkeit einer Anlage. An dieser Stelle kann ein Beflugplan über einen bestimmten Zeitraum mit Drohnen entscheidende Daten liefern.

Foto Copyright: A. Makariti

Drohnen-Registrierung in den USA: Frist läuft am Freitag den 19.2 aus

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 18.02.16:

Die US-Luftfahrtbehörde FAA weist auf die Registrierungspflicht für zivile Drohnen zwischen 250 Gramm bis maximal 25 Kilogramm zum 19.2. hin. Wenn eine Registrierung zu spät oder gar nicht erfolgt, drohen empfindliche Bußgelder. Die Ordnungsgelder reichen von 27.500 bis 250.000 US-Dollar. Außerdem drohen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.
Bereits seit dem 21. Dezember 2015 müssen Hobby UAV Piloten in den USA ihre Kopter registrieren. Die Bewilligung gilt für drei Jahre und für alle Flugplattformen des Eigentümers. Ähnlich der Aufstiegsgenehmigung (nur gewerblich) in Deutschland, müssen Piloten in den USA das Registrierungszertifikat bei Flügen mit sich führen. Der Pilot erhält eine Registrierungsnummer, die am UAV anzubringen ist.
Bis zum 24. Januar hatten sich nach Angaben der FAA rund 300.000 Flieger registriert. Die Registrierung kommerziell genutzter Drohnen soll folgen. Ein entsprechendes Registrierungssystem wird gegenwärtig ausgearbeitet und soll laut FAA am 21. März in Kraft treten.

Quelle:
Heise online
Darstellung zur Anbringung der Registrierungsnummer am UAV

Schärfere Regeln für private Drohnen. Flugverbotszonen für Drohnen in Europa. Europäischer Drohnenführerschein

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 7.01.16:

Die EU-Kommissarin für Verkehr Violeta Bulc forderte in einem am 6. Januar veröffentlichten Interview mit der WELT verschärfte Regeln für die Nutzung von (privaten) Drohnen in Europa. Bulc zeigte sich besorgt und forderte ein schnelles Handeln. „Wir müssen vor allem für den urbanen Luftraum Regeln und Standards schaffen, die den Gebrauch von Drohnen in geordnete Bahnen lenken. Die Sicherheit in der Luft muss gewährleistet sein, die Privatsphäre der Menschen respektiert werden und die Lautstärke der Drohnen für alle erträglich sein.“ Als Datum für die Umsetzung nannte Bulc 2016.
Bulc betonte, dass eine Überregulierung der Drohnennutzung unerwünscht ist, um Marktzugänge nicht zu erschweren und nannte als Maßnahmen eine Registrierungspflicht sowie die Einrichtung von Flugverbotszonen. Das Thema eines europäischen Drohnenführerscheins hält Bulc für einen interessanten Weg.

Quelle: DIE WELT online „EU fordert Flugverbotszonen für Drohnen in Europa“

Verkehrsministerium will die Nutzung von Drohnen neu regeln

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 9.11.15:

Drohnen mit leichten Kameras sind zum Kassenschlager avanciert. Allerdings ist der Einsatz nicht klar und weitreichend genug geregelt. Das soll sich jetzt ändern. Das Verkehrsministerium sieht klaren Handlungsbedarf.

Minister Dobrindt sagt: „Private Drohnen nehmen ständig zu. Daraus entstehen neue Gefährdungspotentiale z.B. durch Kollisionen oder Abstürze. Ich werde die Nutzung von Drohnen deshalb neu regeln: Drohnen sollen zukünftig registriert werden, um den Eigentümer identifizieren zu können. Drohnen-Flüge in Wohngebieten, über Bundesfernstraßen, Eisenbahnlinien, Unglücksorten, Einsatzgebieten der Polizei oder Industrieanlagen werden verboten. Für den Betrieb von gewerblichen Drohnen werden zukünftig luftrechtliche Kenntnisse vorgeschrieben.“

Folgende Änderungen sind für die private Nutzung und den gewerblichen Einsatz von Drohnen geplant.

Gewerblicher Einsatz:

  • Die Einsatzmöglichkeiten von UAS sollen ausgebaut werden, um beispielsweise in der Verkehrsüberwachung oder der Landwirtschaft einen umfangreicheren Einsatz zu ermöglichen.
  • Ähnlich wie in Österreich sind künftig Flüge ohne direkten Sichtkontakt möglich, sofern der sichere Betrieb nachgewiesen werden kann.
  • Ein Führerschein wird für den gewerblichen Einsatz Pflicht. Die Lizenz wird durch das Luftfahrt-Bundesamt erteilt.

Private Nutzung:

  • Der private Einsatz wird neu geregelt.
  • Private Flüge über 100 Meter sind künftig verboten.
  • Der Flug ohne direkten Sichtkontakt ist verboten.
  • Der Flug über Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, militärischen Anlagen, Menschenansammlungen, Unglücksorten oder Katastrophengebieten und Einsatzorten von Polizei oder anderen Sicherheitsbehörden oder -organisationen, Kraftwerken und Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung sowie Bundesfernstraßen und Eisenbahnlinien wird untersagt.

Generell sollen alle Drohnen über 500 Gramm Gewicht kennzeichnungspflichtig sein. Zu welchem Zeitpunkt diese und andere Änderungen in Kraft treten sollen, ist bisher nicht bekannt.

Quelle: Homepage des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Bald Registrierungspflicht für private Drohnen in den USA?

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 19.10.15:

Auf Grund der jüngsten Ereignisse, beispielsweise die Gefährdung eines Fluges durch eine Drohne am Internationalen Flughafen John F. Kennedy in New York, stellen am 19. Oktober die Bundesluftfahrtbehörde und das Verkehrsministerium ein Konzept vor, nachdem alle unbemannten Flugkörper in den USA einer Registrierungspflicht unterliegen.
Bisher galt die Registrierungspflicht nur für gewerblich eingesetzte Multikopter. Allerdings sehen die US Behörden angesichts der steigenden Zahl von privat eingesetzten Multikoptern und den Berichten über Behinderungen und Beinahe-Kollisionen eine Notwendigkeit zu handeln.

Quellen:
NBCNEWS
www.heise.de

Offshore Einsatz von Multikoptern

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 15.10.15:

Die Unterstützung bei der Analyse von Windkraftanlagen durch Mulitkopter ist im Kommen. Dass dieses Themenfeld in naher Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird, beweist ein weiteres interessantes Einsatzfeld von Multikoptern, die auf dem Meer zur Windmessung eingesetzt werden sollen.
Julia Gottschalk vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Bremerhaven beschäftigt sich mit der Frage: Wie stark weht der Wind auf dem Meer? Vor allem geht es auch um die Frage, was der Wind in Form von Verwirbelungen und Turbulenzen mit Offshoreanlagen macht.
An Land ist die Messung kein Problem. Nun stand die Frage im Raum, wie die Lidar-Messtechnik (Lidar – light detection and ranging) auf See zum Einsatz kommen kann: entweder mit teuren und aufwendigen Messmasten oder mittels leistungsfähiger Multikopter und entsprechender Messtechnik. Ihre Einsatzfähigkeit wird derzeit durch ein Forscher-Team aus Norwegen getestet. Joachim Reuder, Geophysiker an der Universität Bergen, leitet das Projekt: "Für die Windenergie misst die Drohne die Windgeschwindigkeit und auch die Turbulenz-Intensität. Und da sieht man dann, wenn man hinter einer Windturbine vorbeifliegt, dass die mittlere Windgeschwindigkeit zurückgeht und dass die Variation im Wind, also die Turbulenz, dass die deutlich zunimmt." (siehe Quelle) Negative Auswirkungen hat eine hohe Turbulenz auf Windturbinen, die zu eng aneinander stehen. Dadurch verliert eine Anlage viel Leistung.

Quellen:
Lesen hier den gesamten Artikel auf www.deutschlandfunk.de

Chef der Deutschen Flugsicherung fordert „Nummernschild“ für Drohnen

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 26.8.15:

Eine logische und längst überfällige Maßnahme forderte der Chef der Deutschen Flugsicherung (DFS) Klaus-Dieter Scheurle einem Interview (reuters) am Mittwoch: "Je mehr Drohnen wir haben, desto näher müssen die Regeln für den Betrieb sich an denen des bemannten Flugverkehrs orientieren", so Scheurle gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Gefahr für den Flugverkehr nimmt zu. Auch wenn bisher keine Drohne mit einem Flugzeug kollidiert ist, sei die Gefahr mit Vögeln vergleichbar. "Ein größerer Vogel wie etwa ein Kranich, der ins Triebwerk gerät, kann ein Flugzeug in Bedrängnis bringen.", erklärte Scheurle weiter.

Quellen:
Interview Reuters

Drohnenflug im Schwarm für Feuerwehr und Einsatzkräfte

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 30.6.15:

Drei Jahre lang arbeiteten Forscher und Ingenieure im Projekt „Anchors“ daran, der Feuerwehr neue technische Helfer zur Verfügung zu stellen. Der Drohnenflug im Schwarm ist das Herzstück des Projektes. Ziel sei es, mit Unterstützung neuer Flugtechnik, einen schnellen Überblick von weiträumigen Bereichen oder großen Schadfällen zu erhalten.
Norbert Pahlke erklärt das genauer. Die Drohnen "…können Messungen durchführen, sie können verwendet werden als optische Erkunder. Oder sie können auch eine Rolle als Kommunikationsrelais einnehmen. In Bereichen, wo eine Kommunikation über die Funkstrecke nicht ausreichend ist, kann eine Drohne positioniert werden, die diese Signale transferiert zwischen Schwarm und Bodenstadion. Dass diese Rollen dynamisch zugewiesen werden können, ist etwas Neues. Die Schwarmsteuerung ist in der Lage, eine freie Drohne, die grade aufgeladen worden ist, mit einer Rolle zu verbinden, die sie übernehmen kann.“ (Zitat Deutschlandfunk, siehe unten)
Jede Drohne im Verband weiß, wo sich die andere befindet. Dadurch finden sie immer wieder zum sogenannten Trägerfahrzeug zurück, landen selbstständig und laden ihre Akkus auf.
Das Projekt funktioniert. Im Großeinsatz und der „Abschlussprüfung“ fand der Drohnenschwarm einen radioaktiven Strahler. Nun da das Projekt beendet ist, geht es an die Produktentwicklung.

Quellen:
"Projekt Anchors"
Deutschlandfunk. "Schneller Überblick für Feuerwehrleute Drohnen-Schwarm im Großeinsatz"
Forschung der Stadt Dortmund (Update: Inhalte stehen nicht mehr zur Verfügung)

Drohne überfliegt Flughafen Luxemburg

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 9.6.15:

Wie die führende luxemburgische Tageszeitung „Luxemburger Wort“ berichtet, stellte am 5. Juni 2015 Infrastrukturminister François Bausch auf einer Pressekonferenz klar, dass die Nutzung von Drohnen gesetzlichen Vorschriften unterliegt. Der luxemburgische Minister stellte außerdem klar, dass in Luxemburg bisher kein spezifisches Gesetz zur Benutzung von Drohnen existiert, demnach die allgemeinen Regeln der zivilen Luftfahrtbehörde gelten.
Vorausgegangen war ein Zwischenfall auf dem internationalen Flughafen Luxemburg. Am 24. April musste eine Passagiermaschine von Luxair den Landevorgang abbrechen, da sich eine Drohne unerlaubt im Luftraum über dem Flughafen befand. Der Vorfall ereignete sich in etwa 400 Metern Höhe.
Für Ende des Jahres sind weitere gesetzliche Reglementierungen für Drohnen in Luxemburg geplant.

Quellen:
Tageszeitung Luxemburger Wort
L´essentiel
tageblatt.lu

Ab dem 1. Juni 2015 gelten erweiterte Flugregeln für unbemannte Flugsysteme und Flugmodelle

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 28.5.15:

Ab 1. Juni 2015 müssen sich Drohnennutzer an erweiterte Regelungen zur Nutzung des kontrollierten Luftraums von Flughäfen halten. In der aktuellen Pressemitteilung vom 26.5.2015 weist die DFS Deutsche Flugsicherung auf Neuerungen hin. Genau nachlesen können Sie die Änderungen in folgender Bekanntmachung: „Bekanntmachung über die Erteilung von Flugverkehrskontrollfreigaben zur Durchführung von Flügen mit Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen in Kontrollzonen von Flugplätzen nach § 27d Abs. 1 LuftVG an den internationalen Verkehrsflughäfen mit DFS-Flugplatzkontrollen.“

Wichtigste Änderungen

Für die Nutzung des kontrollierten Luftraums außerhalb der 1,5 Kilometer großen Flugverbotszone um Flughäfen, ist eine wesentliche Regeländerung ab 1. Juni 2015 verbindlich. Unbemannte Luftfahrtsysteme mit einer maximalen Masse von höchstens 25 Kilogramm dürfen eine Flughöhe von 50 Metern innerhalb des kontrollierten Luftraums über Grund nicht überschreiten. Außerdem legt die DFS fest, dass „außer Kontrolle geratene unbemannte Luftfahrtsysteme (…) unverzüglich der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle zu melden“ sind.

Gesamter Abschnitt „Flugverkehrskontrollfreigabe für unbemannte Luftfahrtsysteme“ (im Folgenden originaler Wortlauf)

Der Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen bedarf bei Inanspruchnahme des kontrollierten Luftraumes nach § 16a Abs. 1 Nr. 5 LuftVO einer Flugverkehrskontrollfreigabe. Die Freigabe zur Nutzung des kontrollierten Luftraumes innerhalb von Kontrollzonen an den internationalen Verkehrsflughäfen für unbemannte Luftfahrtsysteme mit einer maximalen Masse von höchstens 25 kg und unter den Voraussetzungen, dass:

  • der Flugbetrieb in einer Entfernung von mindestens 1,5 km zur nächsten Begrenzung des Flugplatzes stattfindet und
  • eine Flughöhe von 50m über Grund nicht überschritten wird,

gilt hiermit vorbehaltlich anderer Genehmigungen - unter folgenden Auflagen - als erteilt:

  • Während der gesamten Flugdauer ist das unbemannte Luftfahrtsystem vom Steuerer zu beobachten und in Sichtweite zu halten. Ferngläser, On-Board Kameras, Nachtsichtgeräte oder ähnliche technische Hilfsmittel fallen nicht unter den Begriff der direkten Sichtweite.
  • Der Luftraum ist während des Fluges, insbesondere im Hinblick auf anderen Verkehr, ständig vom Steuerer oder einer zweiten Person, die mit dem Steuerer in Kontakt steht, zu beobachten.
  • Bemanntem Flugverkehr ist stets auszuweichen, vorrangig durch die Verringerung der Flughöhe oder durch Landung.
  • Außer Kontrolle geratene unbemannte Luftfahrtsysteme sind unverzüglich der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle zu melden.

Zusätzlich ergehen folgende Hinweise: Die Vorgaben des NfL I 281/13 sind einzuhalten. (NfL = Nachrichten für Luftfahrer d.A.)

  • Unbemannte Luftfahrtsysteme dürfen gemäß der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012 der Kommission vom 26.9.2012 nur unter Sichtwetterbedingungen betrieben werden.
  • Dem Steuerer werden durch die zuständige Flugverkehrskontrollstelle keine Verkehrsinformationen über anderen Luftverkehr erteilt.
  • Beim Betrieb eines unbemannten Luftfahrtsystems bei Nacht ist das unbemannte Luftfahrtsystem mit einer Beleuchtung nach Anlage 1 zur LuftVO auszurüsten.
    Regelungen zur Erlaubnispflicht, Aufstiegsgenehmigung des Grundstückseigentümers, Haftpflichtversicherung und Datenschutzbestimmungen bleiben von diesen Regelungen unberührt und sind zu beachten. (Auszug Ende d. A.)

Quellen:
DFS Deutsche Flugsicherung - Homepage
Bekanntmachung über die Erteilung von Flugverkehrskontrollfreigaben

Amazon darf nicht fliegen

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 17.2.15:

Ein schwerer Schlag für Jeff Bezos, dem Chef des größten Online Versandhauses Amazon. Die Vision Pakete in den USA per Drohne ausliefern zu können, erhält laut „Washington Post“ keine Genehmigung. Die US-Flugbehörde FAA (Federal Aviation Administration) veröffentlichte am Sonntag einen Entwurf, nachdem kommerzielle Drohnenflüge genehmigt werden müssen. Drohnen dürfen nur tagsüber und nicht höher als 150 Meter fliegen. Vorgeschrieben ist außerdem der Flug in Sichtweite des Piloten. Damit sind Paketauslieferungen per Drohne beinah ausgeschlossen. Außerdem schreibt die US Flugbehörde ein Mindestalter von 17 Jahren und eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometer vor. Zusätzlich müssen Piloten einen schriftlichen Test bestehen und 200 Dollar Gebühr bezahlen. Bisher hatte die Behörde die kommerzielle Nutzung von Drohen grundsätzlich untersagt.

Quellen:
FAA rules might allow thousands of business drones
Drohnenpiloten in den USA brauchen eine Fluglizenz
US-Behörde lässt Amazons Drohnen-Träume platzen
Regelentwurf: US-Behörde will kommerzielle Drohnen erlauben - aber nur ein bisschen

Mündliche Anfrage bei der Bundesregierung: „Abwehr von unbemannten Luftfahrzeugen“

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 10.12.14:

Andrej Hunko, Mitglied des Deutschen Bundestags (Fraktion DIE LINKE), stellte jüngst eine mündliche Anfrage an die deutsche Bundesregierung zum Thema: „Abwehr von unbemannten Luftfahrzeugen“ durch Bundes- und Landesbehörden in Bezug auf Personen- und Objektschutz.
Im Kern handelt es sich um die Prüfung und Erprobung des Verfahrens „Jamming“ in Kooperation mit der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen. In der Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Günter Krings heißt es: „Anlass hierfür war auch ein Vorfall während einer Bundestagswahlkampfveranstaltung am 15. September 2013 in Dresden, als ein unmanned aerial vehicles im unmittelbaren Nahbereich von Frau Bundeskanzlerin Merkel und Herrn Minister de Maizière flog und landete.“
Über die Möglichkeiten der Abwehr berät sich derzeit die im April 2014 gegründete Projektgruppe „Detektion und Abwehr von zivilen unmanned aerial vehicles.“ Der Abschlussbericht wird für das Frühjahr 2015 erwartet.
Piloten und Flugsicherheitsbehörden sehen in der unsachgemäßen Nutzung von unmanned aerial vehicles, umgangssprachlich als Drohnen bezeichnet, eine stetig wachsende Gefahr mit Regulierungsbedarf. Derzeit steht in den USA die Nutzung kommerzieller Drohnen auf dem Prüfstand, da der Rechtsraum zu schwammig definiert ist. In Aussicht steht die Auflage, dass der Nutzer bzw. Besitzer der Drohne über eine Pilotenlizenz verfügen muss. Aufwind erhielt die Diskussion sicherlich durch den geplanten Einsatz von Drohnen durch Google und Amazon. Ziel sei es, so der Chef des Forschungslabors von Google X, Astro Teller, gegenüber der Berliner Zeitung, dass die Drohnen in schwer zugänglichem Gebiet oder in Großstädten mit überlasteten Verkehrswegen die Zustellung beschleunigen soll.
Beschleunigt wird die Diskussion durch Fehlverhalten von Drohnenbesitzern, wie jüngst auf dem Flughafen London Heathrow geschehen. Ein Passagierjet stieß in 213 Metern Höhe beinah mit einer Drohne zusammen. Dieses Ereignis zeigt das Gefahrenpotential von unmanned aerial vehicle bei unsachgemäßer Nutzung.
Die spanische Agentur für Flugsicherheit (AESA) verbot auf Grund von Sicherheitsbedenken den Einsatz von zivilen Drohnen. Ende Juli diesen Jahres kündigte die spanische Regierung jedoch an, die kommerzielle Nutzung von unmanned aerial vehicles salonfähig zu machen. Wie auch in den USA sieht die künftige spanische Gesetzgebung eine gültige Fluglizenz inklusive Führerschein des Piloten und Eigentümers der Drohne vor.

Quellen:
Google will Pakete mit Drohnen zustellen
Drohne stieß beinahe mit Passagierflugzeug zusammen
Muendliche Anfrage von Andrej Hunko
ZDF-Spanien steigt ins Drohnengeschäft ein (Update: Inhalte stehen nicht mehr zur Verfügung)
Auch Google entwickelt Drohnen für Waren-Zustellung

DHL Paketdrohne fliegt erfolgreich

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 20.11.14:

DHL zieht eine erste Bilanz. Die bisherigen Testflüge der Drohne sind störungsfrei verlaufen. Von Norddeich bis zur „Seehund“-Apotheke auf die Nordseeinsel Juist transportierte die Postdrohne Medikamente. Die Strecke von zwölf Kilometern absolvierte die Drohne je nach Wetterlage in etwa 16 Minuten.
Der DHL-Paketchef für Deutschland und Europa, Andrej Busch, sagte: „Wir werden das Thema weitertreiben.“ Für Angaben zur Wirtschaftlichkeit ist es noch zu früh, deshalb kann Busch keine genau Angaben für einen geplanten Regelbetrieb machen. („Stern“ 18.11.2014)
DHL arbeitet gemeinsam mit dem Institut für Flugsystemdynamik der Technischen Hochschule Aachen daran, in abgelegene Regionen dringend benötigte Waren zu liefern. Schärfster Konkurrent ist derzeit Amazon. Der Onlinegroßhändler arbeitet an ähnlichen Paketdrohnen.
Eine Herausforderung dürfte das Genehmigungsverfahren für autonomes Fliegen der Drohne sein. Bislang dürfen Drohnen beispielsweise durch GPS Wegepunktnavigation nur im Sichtfeld des Piloten autonom fliegen, um ein schnelles Eingreifen bei Störungen zu gewährleisten. Außerhalb der Sichtweise ist ein autonomer Flug in Deutschland gesetzlich nicht erlaubt.

STERN Artikel: DHL zufrieden mit Paketdrohnen-Flügen nach Juist (Update: Inhalte stehen nicht mehr zur Verfügung)
Hamburger Morgenpost: Juist: Medikamente kommen testweise per Drohne

In eigener Sache – Kritische Infrastrukturen

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 3.11.14:

Das Team von Eight Wings wird oft darauf angesprochen, was genau mit kritischen Infrastrukturen (KRITIS) gemeint ist. Deshalb an dieser Stelle eine kurze Erklärung. Die unmittelbaren Zielgruppen von Eight Wings wissen natürlich genau von was wir sprechen. Deshalb ist dieser Beitrag vor allem an interessierte Besucher dieser Homepage gerichtet, die sich für Luftbildaufnahmen mit Drohnen interessieren, aber mit dem Begriff der kritischen Infrastrukturen nichts oder nur wenig anfangen können.

Definition

Das Bundesministerium des Innern definiert den Begriff wie folgt: Kritische Infrastrukturen sind Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden.
In den Medien und im Internet findet das Thema der kritischen Infrastrukturen meist in Zusammenhang mit Sicherheitsfragen in der Informationstechnik Beachtung, denn neben der Energieversorgung stellen funktionierende und ausfallsichere Kommunikationstechnologien einen unverzichtbaren Pfeiler unserer Gesellschaft dar. (FAZ „Cyber-Attacken sollen gemeldet werden.“)
Unterteilt werden die Organisationen und Einrichtungen in neun Sektoren und der dazugehörigen Branchen:

  • Energie: Elektrizität, Gas, Mineralöl
  • Informationstechnik und Telekommunikation: Telekommunikation, Informationstechnik
  • Transport und Verkehr: Luftfahrt, Seeschifffahrt, Binnenschifffahrt, Schienenverkehr, Straßenverkehr, Logistik
  • Gesundheit: Medizinische Versorgung, Arzneimittel und Impfstoffe, Labore
  • Wasser: Öffentliche Wasserversorgung, Öffentliche Abwasserbeseitigung
  • Ernährung: Ernährungswirtschaft, Lebensmittelhandel
  • Finanz- und Versicherungswesen: Banken, Börsen, Versicherungen, Finanzdienstleister
  • Staat und Verwaltung: Regierung und Verwaltung, Parlament, Justizeinrichtungen, Notfall-/ Rettungswesen einschließlich Katastrophenschutz
  • Medien und Kultur: Rundfunk (Fernsehen und Radio), gedruckte und elektronische Presse, Kulturgut, symbolträchtige Bauwerke

In diesen Bereichen leisten zivile Drohnen Hilfestellung und einen wichtigen Beitrag zur Gefahrenabwehr und Inspektion. Sei es bei der Blattanalyse von Windkraftanlagen, der Gebäudeanalyse von Fassaden, der Gefährdungsermittlung bei Abrissgebäuden, der Inspektion von Brücken und Gebäuden oder der Ortung von Brandherden sowie der schnellen Lageerfassung bei Hochwasserkatastrophen.

FAZ Artikel: Cyber-Attacken sollen gemeldet werden.
Link zur Definition des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Kriseneinsatz – 4K Bilder durch Drohnen und Hubschrauber erstellt

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 28.10.14:

Interessanter Artikel auf Aerosieger.de - dem Luftfahrt-MAGAZIN. Am 25. Oktober 2014 fand eine Übung der Medizinisches Task Force (MTF) zur möglichen Versorgung von Verletzten bei Großschäden statt. Zur Lageerfassung und Analyse kamen unter anderem verschiedene Kameraysysteme im Rahmen des Projektes VABENE++ zum Einsatz. Nach Aerosieger.de kamen die Kamerasysteme an einem Forschungshubschrauber BO-105 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie an einem Oktokopter zum Einsatz.

Zum Artikel

Führerschein für Drohnen Piloten?

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 27.10.14:

Bei dem EM-Qualifikationsspiel zwischen Serbien und Albanien tauchte in der 42. Spielminute eine Drohne über dem Stadion auf, aber nicht für die Aufnahme von Fotos. Anstelle einer Kamera hing eine Fahne an einem Seil herab. Die Fahne zeigte ein fiktives Großalbanien. Eine Provokation, die zu Prügelattacken unter den Spielern und dem vorzeitigen Ende des Spieles führte.
Die Drohne, die über dem Stadion schwebte, ist im Handel bereits für etwa 1000 Euro erhältlich. Sie ist die meistverkaufte Hobby Drohne der Welt. Fliegen kann sie beinah jeder. Starklar ist sie in wenigen Minuten. Der Flugradius liegt bei mehreren hundert Metern. Im Falle des EM-Qualifikationsspiels ein unerwartetes Risiko, dem das Sicherheitspersonal ohnmächtig gegenüber stand.
Nach diesem Ereignis werden vereinzelt Forderungen nach neuen Sicherheitsrichtlinien laut. So geschehen in Österreich. Der Vorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Sebastian Frankenberger, fordert einen Führerschein für Drohnenbesitzer. „Diese Diskussion ist längst überfällig! Hier müssen klare Spielregeln vor allem im Bereich der privaten Nutzung her!“, so Frankenberger. Österreich differenziert die zivile Drohnenutzung für den Normalbürger bereits ein Stück weit mehr als es der deutsche Gesetzgeber tut. Ein Beispiel: In Deutschland dürfen Drohnen nur auf Sicht geflogen werden. Österreich geht einen Schritt weiter. Wenn der Pilot keine Sicht zur Drohne hat, muss er im Besitz eines gültigen Pilotenscheins sein, um weiterfliegen zu dürfen.
Es bleibt abzuwarten, wann und ob in Deutschland eine weitere Reglementierung des privaten und/oder gewerblichen Drohnenfluges ansteht. Bisher ist es Ländersache Aufstiegsgenehmigungen zu genehmigen, für die die zuständigen Behörden unter anderem einen Flugkundenachweis verlangen.

SPIEGEL-Artikel über das EM-Qualifikationsspiel
Pressemitteilung der ÖVP
"Hobbydrohnen brechen Flugverbot im Regierungsviertel"

Update am 24.11.2014:
Nur mit Pilotenschein: US-Behörde plant strenge Regeln für kommerzielle Drohnen

Das fliegende Auge

Drohnen Blog Berlin - Beitrag vom 17.10.14:

 

„Die Aufnahmen sind genau genug, um die Erneuerungs- und Konservierungsmaßnahmen abschätzen und vorbereiten zu können.“, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 14. Oktober 2014. Bezug nimmt der Autor des FAZ Beitrags Andreas Rossmann auf die hochauflösenden Luftbildaufnahmen, die mittels einer Drohne vom Kölner Dom erstellt wurden.

Anwendung

Speziell im Fall von Fassaden ist eine Inspektion durch den Einsatz der modernen Fluggeräte von Vorteil. Risse und beschädigte Fugen lassen sich vor allem bei hohen Gebäuden genau dokumentieren. Das trifft auch auf Brücken, Schornsteine oder Windräder zu. Eine Drohne in Kombination mit einer Spiegelreflexkamera macht Details bei einer Auflösung von 36 Megapixeln sehr gut sichtbar. Der Auftraggeber kann sich dadurch einen schnellen Überblick über den Zustand des Objektes verschaffen - ohne Gerüst oder Kranaufbauten.

Die Technik macht den Unterschied

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die leistungsstarken Drohnen mit professionellen Vollformatkameras und leichten sowie lichtstarken Objektiven ausgerüstet sein. Wenn es trüb oder dunkel ist, stoßen preisgünstige Kameras mit kleinem Chip schnell an ihre Grenzen. Details werden dann durch zu hohes Rauschen überdeckt bzw. „ausgewaschen“. Die Fotos sind im Ergebnis von minderwertiger Qualität oder nutzlos.
Allerdings geht das Gewicht einer Profikamera zu Lasten der Flugzeit. Bei einer Nikon D800 mit einer 50 Millimeter Festbrennweite sind 1100 Gramm schnell erreicht. Die mögliche Flugzeit sinkt rapide. Um die gesetzlich vorgeschriebene Grenze von fünf Kilogramm einhalten zu können, muss die eingesetzte Drohne perfekt abgestimmt sein, um ein Maximum an Leistung und Flugzeit bereit stellen zu können. Wird diese Gewichtsgrenze überschritten, darf der gewerbliche Nutzer zwar fliegen, allerdings ist für jeden Start eine Einzelaufstiegsgenehmigung notwendig. Der Aufwand für die Beantragung ist, zumindest für Anfänger, beträchtlich und mit zusätzlichen Kosten verbunden. Zumal Drohnen über fünf Kilogramm vorrangig im Medienbereich, insbesondere für Filmproduktionen zum Einsatz kommen.

Kameraeinstellungen

Ein ruhiger Flug und eine professionelle Kamera sind wichtige Kriterien für ein hochauflösendes Luftbild. Nur so können Risse oder Details anderer Schäden klar erkannt und lokalisiert werden. Deshalb sind die Qualitäten eines guten Fotografen in der Luft mehr als gefragt. Veränderungen in den Einstellungen können während des Fluges nicht gemacht werden. Das heißt, der Fotograf muss bereits am Boden die Lichtsituation richtig einschätzen, die Tiefenschärfe bestimmen und die ISO Werte anpassen, um die entsprechende Verschlusszeit für eine gestochen scharfe Luftbildaufnahme zu erhalten. Bereits am Boden muss der Fotograf im Kopf haben, wie sich die Anforderungen des Kunden realisieren lassen. Die notwendigen Kenntnisse sind für die Erstellung von hochwertigen Luftbildaufnahmen unabdingbar. Der Automatikmodus von kleineren Kameramodellen ist auf einen Kompromiss ausgelegt und bietet ein Mittelmaß, das in schwierigen Situationen selten ausreicht.

Mit Hilfe ziviler Drohnen lassen sich unter anderem Bestandsaufnahmen vorhandener Schäden an Bauwerken erfassen. Dadurch können Schadstellen frühzeitig erkannt und im Falle des Kölner Doms Gegenmaßnahmen getroffen werden. Trotz des gegenwärtig angekratzten Images von Drohnen, verdeutlicht diese Anwendung am Beispiel des Kölner Doms einmal mehr, welchen sinnvollen Nutzen die Unterstützung von leistungsstarken Multikoptern im Bereich der kritischen Infrastrukturen haben kann.

Wir benutzen auf dieser Seite die Begriffe Drohne oder Multikopter als Synonym für folgende Bezeichnungen: Multikopter, Multicopter, Copter, Kopter, Drohne, Flugdrohne, Kamera Drohne, UAV für unmanned aerial vehicles, UAS für Unmanned Aerial Vehicle Systems und ferner RPAS für Remotely Piloted Aircraft Systems.